Geschichte

Seit der Einweihung unseres Schulgebäudes im Jahre 1958 ist an unserer Schule und in der Schulentwicklung allgemein viel geschehen. Es gab neue Lehrpläne mit zahlreichen neuen Unterrichtsthemen, neue Schulordnungen, neue Unterrichtsmethoden, neue Fächer wie z.B. Englisch in der Grundschule, kombinierte Klassen nicht nur an kleinen Schulen, sondern auch an größeren Schulen, es gab die Einführung von interner und externer Evaluation usw.Ich möchte nun mit Ihnen eine Zeitreise durch die letzten 50 Jahre der Schulgeschichte in Niedermurach machen.Für das Schulgebäude wurde am 01. August 1957 der Grundstein unter dem Bürgermeister Niederalt gelegt. Im Vorfeld fuhren der Baumeister Feil, Bürgermeister Niederalt und der damalige Schulleiter Mosandl in die Gegend von Trier an der Mosel, um Erfahrungen hinsichtlich der Planung zu sammeln.

Bereits im November 1957 war der Rohbau fertig und das Richtfest wurde gefeiert. Schulleiter Mosandl schrieb darüber in der Chronik: „Anwesend waren der Landarzt, der Kreisbaumeister, viele Ehrengäste…. Anschließend gab es im Gasthaus Gillitzer für die Handwerker Essen und Freibier nach altem Brauch.“

 

 

 

Am 07. Dezember 1958 fand die Einweihung des Schulhauses statt. Im Festsaal, dem ersten Klassenzimmer im Erdgeschoss, begrüßte der damalige Schulleiter Mosandl im Namen der Gemeinde zahlreiche Festgäste, an ihrer Spitze den Regierungspräsidenten Dr. Ulrich, den Bundestagsabgeordneten Niederalt, den Bezirkstagspräsidenten Pösl, Herrn Hochwürden Dekan Renghart, Landrat Zwick, Schulrat Pickl und Kreisbaumeister Feil.

 

 

Das Gebäude hatte damals wie heute vier große Räume. Drei waren als Klassenzimmer geplant. Das erste Zimmer im Erdgeschoss hatte damals bereits einen Gruppenraum, dessen Glaswand später durch eine gemauerte Wand ersetzt wurde. Der zweite Raum im Erdgeschoss diente als Mehrzweckraum, der bei weiter ansteigender Kinderzahl als Klassenraum benützt werden sollte. Bastelraum, Raum für eine Schulküche, Toilettenräume, Schülerbrausebad mit Ankleideraum, Lehrer- und Schulleiterzimmer waren vorhanden.

 

 

Ursprünglich war die Schule eine Volksschule bis zur 8. Klasse. Die Schüler wurden jahrgangskombiniert unterrichtet. 1966 verließen Herr Mosandl und seine Frau die Schule. 1967 übernahm Michael Reitinger die Schule als Schulleiter. Während der Amtszeit von Herrn Reitinger gab es große schulpolitische Veränderungen. Neben der Volksschule in Niedermurach, gab es damals auch noch in Pertolzhofen eine Schule. Hauptlehrer Stephan Klingl war dort Schulleiter.

 

 

 

 

Um in beiden Schulen eine bessere Gliederung der Klassen zu erreichen, wurde 1968 ein Schulbus des Busunternehmens Bösl aus Eslarn zwischen den beiden Gemeinden eingesetzt. Dadurch wurde ein „vorläufiger Schulverband“ gegründet.

 

 

 

 

1969/70 wurden die Schüler der 7. und 8. Klasse des Schulverbands Niedermurach-Pertolzhofen der Volksschule Teunz zugeteilt. 1969 wurde bayernweit die 9. Volksschulklasse eingeführt. Ein Regierungsschreiben vom 30. April 1973, nach dem bereits zum 1. August 1973 der Schulverband Niedemurach-Pertolzhofen aufgelöst werden sollte, löste bei der Bevölkerung heftigen Protest aus. Der Gemeinderat und der Elternbeirat lehnten durch Eingaben an die Regierung eine solche überraschende Maßnahme entschieden ab. Protestaktionen wurden ins Auge gefasst. Die Regierung verzichtete daraufhin auf den sofortigen Vollzug der Umorganisation. Besagte Planung blieb jedoch weiterhin als Forderung und Notwendigkeit bestehen.  Im Dezember 1973 trat weltweit Energiemangel auf. Als Konsequenz wurde auch das Sonntagsfahrverbot damals eingeführt. In diesem Winter war das Öl knapp und sehr teuer. Deshalb wurde an manchen Schulen die 5- Schultagewoche eingeführt.1975 wurde auch an der Volksschule Niedermurach die 5- Schultage-Woche eingeführt.Seit 1973 – damals waren es noch 180 Schüler- machte sich ein stetiger Rückgang der Schüler bemerkbar. 1980/81 wurde mit 17 Schülern die kleinste erste Klasse seit der Schulverbandsgründung gebildet.

Ab dem Schuljahr 1983/84 konnte die unter dem Bürgermeister Zeitler neuerbaute Mehrzweckhalle für den Schulsport genutzt werden. Dadurch ergaben sich für den Sportunterricht großartige Möglichkeiten, fand dieser bis jetzt im Klassenzimmer auf der Südostseite im Schulhaus statt. Der ehemalige Mehrzweckraum wurde in den Ferien zu einem vierten Klassenzimmer umgebaut.

 

 

1982 wurde Hauptlehrer und Schulleiter Michael Reitinger als Rektor an die Volksschule Schönsee berufen. Leo Ritzinger übernahm die Schulleitung. Nach dessen Tod wurde zum Schuljahresbeginn 1991/92 Herr Johann Strasser als sein Nachfolger ernannt. Die Volksschule Niedermurach/Pertolzhofen – bisher Grund- und Teilhauptschule 1 –  wurde zur Grundschule Niedermurach umorganisiert, die Schule in Pertolzhofen aufgelöst. Die 5. und 6. Klassen der Hauptschule wurden nach Oberviechtach ausgegliedert. Dies bedeutete einen Schülerrückgang von 101 Schülern im Schuljahr 1990/91 auf 58 Schüler im Schuljahr 1991/92. Von 1991/92 bis einschließlich 1996/97 wurde die Schule jahrgangskombiniert mit 1/2 und 3/4 geführt.

1996 wurde Frau Malzer Schulleiterin an der Grundschule.

Im Jahre 1998 wurde unter der Rektorin Frau Marianne Malzer und dem Bürgermeister Rainer Eiser der Pausenhof neu gestaltet. Der Elternbeirat, die Eltern und die Schüler leisteten besonders bei der Gestaltung des Geländes hervorragende Arbeit.

In den großen Ferien 2000 wurde das Lehrerzimmer in den ersten Stock und die Toiletten ins Erdgeschoss verlegt, durch eine Glaswand vor dem Rektorat Raum für die Lehrerbücherei geschaffen.

In den Allerheiligenferien 2000 erfolgte die Einrichtung der ersten Computer für jedes Klassenzimmer.

1997/98 begann mit der Einschulung der Erstklässler der stetige Abbau der jahrgangskombinierten Klassen. Von 1999 bis 2007 war an der Schule jede Klasse einzügig. 2005 wurde Ortrud Sperl Schulleiterin. Seit 2007/2008 hat die Schule 3 Klassen, ab dem Schuljahr 2009/10 2 kombinierte Klassen.

Im Dezember 2001 wurde der „Förderverein der Grundschule Niedermurach“ gegründet.

Als erster Vorsitzender wurde Herr Josef Salomon gewählt. Der Verein macht es sich zur Aufgabe, die Schule finanziell und ideell zu unterstützen.

Im Juni 2007 wurde durch den Einzug einer Glaswand zwischen dem ersten Klassenzimmer und dem Gruppenraum im Erdgeschoss für die kombinierte Klasse 1/2 ein jahrgangsgetrenntes Unterrichten möglich.

 

 

 

 

Ab dem Schuljahr 2000/2001 wurde der Englischunterricht in den Jahrgangsstufen 3 und 4 eingeführt. Seit 2007/08 haben die Schüler der 4. Klasse zusätzlich die Möglichkeit, an der Volksschule Oberviechtach die Arbeitsgemeinschaft Tschechisch zu besuchen. Ebenso besteht eine gute Zusammenarbeit mit den Grundschulen Guteneck und Teunz bei gemeinsamen Veranstaltungen sowie beim Minimarathonlauf mit dem Ortenburg-Gymnasium.

Im Schuljahr 2010/2011 wurde die Grundschule im Rahmen des Konjunkturprogramms energetisch saniert. Die Elektroheizung wurde durch eine Hackschnitzelheizung ersetzt. Außerdem wurde das Schulhaus außen isoliert und auf der Südwestseite wurde eine Beschattung angebracht. Im Erdgeschoss wurde ein Notausgang geschaffen und für den ersten Stock wurde eine Fluchttreppe angebaut.
Am 2. Juli 2011 wurde das renovierte Schulhaus im Rahmen eines Schulfestes von Pfarrer Leo Heinrich und Pfarrer Dr. Horst Knobloch eingeweiht.

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